Eksos N20
Der Eksos N20 ist ein TDM basierendes Schmalband
Access System für die Anschaltung herkömmlicher Sprach- und moderner
Datendienste und Festverbindungen.
Der Eksos N20 bietet modernste Netztechnik und
zeichnet sich neben der hohen Produktqualität und Flexibilität vor allem durch eine extrem hohe
Packungsdichte aus. Mit einem einzigen Baugruppenträger können bis zu 256 ISDN-
bzw. 512 POTS- Teilnehmer anschaltet werden. Die Packungsdichte pro 19“- oder
ETSI Rack beträgt bis zu 1024 ISDN- bzw. 2048 POTS- Teilnehmer.
In der folgenden Darstellung wird näher auf die Vermittlungsprotokolle und die Teilnehmer - Anschaltung über V5.x eingegangen:
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Teilnehmeranschaltung über V5.x
Der Standard V5 definiert eine universelle Schnittstelle zwischen einem Teilnehmer-Anschlussnetz (Access Netz - an einem Cross Connect oder Multiplexer abgeschlossen) und einer Vermittlungsstelle wie z. B. der Ortsvermittlung.
Das Access Netz ersetzt das örtliche Verteilnetz und liefert eine Vielzahl von Breitband- und Schmalbanddiensten. Um eine standardisierte, einheitliche Kommunikation zwischen dem Access Netz und der Sprachvermittlungsstelle zu gewährleisten, müssen Access Netz Einrichtungen und Vermittlungssysteme die ETSI V5.1 und/oder V5.2-Schnittstelle unterstützten.
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Die Vermittlungsprotokolle V5.1 und V5.2:
Physikalische Schnittstelle ist eine 2 Mbit/s G.703 / G.704 (mit 2048 kbit/s):
Der Teilnehmer - Anschluss ist über V5.1 oder V5.2 möglich. V5.2 hat eine dynamische Zuordnung der 64 kbit/s Kanäle, die Widerrum z.B. mit Faktor 1:4 bis 1:8 konzentriert werden können. Bei einem Konzentrationsfaktor von z.B. 1:8 würden sich 8 Teilnehmer dann einen 64 kbit/s Kanal zum Telefonieren teilen.
Neben analogen POTS- und ISDN- Telefonkanälen (ISDN-BRI = ISDN Basic Rate Interface) können auch semi-permanente und permanente Festverbindungen (LL = Leased Lines) zusammen mit V5 Daten transportiert werden.
V5.1
Die Anbindung der Access- an die Vermittlungs- Technik erfolgt pro V5.1 über eine 2 Mbit/s Verbindung bzw. Schnittstelle.
1 x 2 Mbit/s-Verbindungen in 64 kbit/s Kanälen mit entsprechendem Protokoll. Dieses Protokoll läuft in Zeitschlitz 16 und kann die Daten von bis zu 15 Uko - Schnittstellen verarbeiten. Es handelt sich um das standardisierte, länderspezifische V5.1 - Protokoll, dass gemäß ETS 300 324-1 und ETS 300 324-1/A1 spezifiziert ist.
Die Spezifikation der S (So)- und UKo erfolgt nach ITU-T I.430 und ETSI ETS 300 012, die D-Kanal-Spezifikation, wie oben beschrieben, nach ETS 300 324-1.
- Eine 2 Mbit/s Schnittstelle
- Bis zu 30 POTS oder 15 ISDN-BRA (2B+D) Teilnehmer pro V5.1
- Statische Zeitschlitz Zuweisung
- Keine Konzentration möglich
V5.2
Bei der V5.2 handelt es sich um eine konzentrierende Schnittstelle. Der Konzentrationsfaktor ist abhängig von der Anzahl der angeschalteten 2 Mbit/s-Verbindungen. Die Anbindung der Access-Technik an den Switch erfolgt hierbei ebenfalls über n x 2Mbit/s.
- Konzentration der Teilnehmer
- eine V5.2 Schnittstelle kann max. 16 x 2 Mbit/s Verbindungen zum Switch
enthalten (1 .. 16 x 2 Mbit/s Schnittstellen) - Protokoll Daten können gesichert zum Switch übertragen werden (C-Kanal Protection)
- Dynamische Zeitschlitz Zuweisung
- Unterstüzt ISDN Primary Rate Access (ISDN-PRA, 30B+D)
- Protection Möglichkeiten (trotz Ausfall einer 2Mbit/s Verbindung wird der Traffic nicht gestoppt)
- Trotz Spezifizierung gemäß ETS 300347-1 ist in der Regel eine Anpassung der PICS erforderlich
- (Protocol Implementation Conformance Statement) zwischen VSt und Access Node notwendig
Systemphilosophie
Bei herkömmlichen Access-Lösungen wird die V5.x am zentralen Vermittlungsstandort terminiert. Hier müssen - je nach Teilnehmerkapazität - ein oder mehrere V5.x Konverter stehen. Fällt ein V5.x Konverter an dieser Stelle aus, so hat das Auswirkungen auf viele Teilnehmer im Netz.
Mit dem Nokia EKSOS N20 wird eine standardisierte V5.2-Terminierung (Konzentration) bereits am Übergabepunkt von der Access-Technik in das Übertragungsmedium (Transportnetz) vorgenommen.
Dies ist bei der Anbindung von z. B. HVT Standorten ein großer Vorteil, da durch die Verlagerung der V5.2-Terminierung in Richtung Teilnehmer keine unnötige Kapazität mehr im Transportnetz belegt wird. Netzbetreiber nutzen die Übertragungskapazitäten ihrer eigenen oder angemieteten Glasfaser- bzw. Kupferinfra-Struktur durch den Einsatz dezentralen Access-Netzknoten optimal aus!
Es besteht die Möglichkeit, ein flexibles und bedarfsgerechtes Netz mit geringen Anfangsinvestitionen aufzubauen; denn es ist in der Regel schwierig, vorher zu sagen, wie viele Kunden an welchem Standort im weiteren Ausbau welche Dienste in Anspruch nehmen werden. Eine standardisierte V5.2 Terminierung kann nun an beliebiger Stelle im Teilnehmeranschlussnetz erfolgen.
Der Einsatz von dezentralen Anschlussknoten – wie dem EKSOS N20 – ist daher unbedingt empfehlenswert. Die dezentrale Erschließung orientiert sich, entgegen dem oben beschriebenen zentralen, flächenorientierten Ausbau, an Teilnehmerzahlen und Marktanteilen.
Übertragungsnetze der nächsten Generation (I) - Migration von TDM zu VoIP
Um neben den herkömmlichen Sprachdiensten und Festverbindungen auch zukunftsweisende, IP- basierende Dienste anbieten zu können, werden sogenannte Next Generation Netze notwendig.
Unternehmen wie den City-Carriern aber auch den Betreibern von Privatnetzen ist bewusst, dass sie durch die Konvergenz der Sprach- und Datennetze zum einen immense Kosten einsparen können und sich zum anderen völlig neue Freiheiten bei der Konzeption ihrer Telekommunikations - Infrastruktur ergeben.
In diesem Zusammenhang implementiert Nokia neben den existierenden Sprach- und Datenschnittstellen mehr und mehr IP- Funktionalitäten in das zeitschlitzbasierende Access System EKSOS N20, das weltweit zu den im Markt führenden Teilnehmerzugangssystemen für V5.2-Dienste zählt.
Während die Übergabe der Sprachdienste aus dem Access-Netz an die TDM- Sprachvermittlungssysteme, wie z. B. einer Nokia DX220 oder einer EWSD der Firma Siemens, heute noch über die herkömmliche V5.2 Schnittstelle erfolgt, ist es bereits schon kurzfristig möglich den EKSOS über IP-basierende Schnittstellen wie SIP (Session Initiation Protocol) und MEGACOP/H.248 (Media Gateway Control Protocol) an zukunftsweisende Softswitch Systeme anzuschalten.
Somit werden mit dem EKSOS System zum einen die Anforderungen heutiger Access-Netze erfüllt, zum anderen ist man mit diesem System bestens vorbereitet für zukünftige Netzstrukturen und Kundenanforderungen.
Hierbei ist eine „sanfte“ Migration der herkömmliche TDM- basierenden
Sprachvermittlungstechnik zu einer IP- basierenden Softswitch- Lösung geplant
und möglich.
Neue Netzbetreiber, die keine historische Entwicklung als
„Altlast“ haben, können direkt auf Basis des Softswitch- Ansatzes ihren
Netzausbau beginnen.
Die meisten Netzbetreiber verfügen bereits über ein Access-Netz mit herkömmlichen Vermittlungs- und Access-Komponenten. In diesem Fall ist es unwirtschaftlich, die seit Jahren bewerten Komponenten von heute auf Morgen außer Betrieb zu nehmen oder zu überbauen. Sinnvoller und wirtschaftlicher ist die schrittweise Einführung dieser zukunftsweisenden Technologie.
Mit der EKSOS N20 Plattform können Netzbetreiber heute herkömmliche Schnittstellen und Protokolle nutzen und parallel über die gleiche Plattform zukunftsweisende IP-Dienste, wie VoIP, in ihre Netze integrieren.
- Media-Gateway (MG)
Das Media-Gateway passt die Nutzdaten für die Übertragung der Daten im IP-Netz an bzw. reproduziert wieder die Daten aus den übertragenen Paketen in ihr ursprüngliches Format.
- Softswitch
Steuert und verwaltet die Verbindungen. Zur Steuerung der Media-Gateways vom Softswitch aus sind Kommunikationsprotokolle erforderlich.
Von der IETF (Internet Engineering Task Force) und ITU-T (International Telecommunication Union-Telecommunication-Standardisation Sector) sind hierfür das Media Gateway Control Protocol (MEGACOP/H.248) festgelegt.
- Signalling-Gateway (SG)
Bearbeitet die Rufsteuerung (Call Control) und bildet den Übergang zum Signalisierungsnetz (Signalisierungsverfahren Nr. 7)
Funktionalität:
- Cross-Connect
- V5.2 Konzentration direkt im Eksos Knoten
- V5.1 auf V5.2 Umsetzung
- V5.2 Konzentration
Leistungsmerkmale:
- Line Testing
- Remote Updates
- Blockierungsfreies Verschalten zwischen den Schnittstellen
- Blockierungsfreie Cross-Connect Funktionalität für LL Traffic
- Multihosting
Services / Dienste:
- ISDN
- POTS
- Daten Standleitungen
- HDSL (2M Schnittellen)
- SHDSL (2M Schnittellen)
EKSOS N20 Produktdetails
Der EKSOS N20 ist ein TDM basierendes Schmalband Access System für die Anschaltung herkömmlicher Sprach- sowie modernen Datendienste & Festverbindungen. Das System bietet modernste Netztechnik und zeichnet sich neben der hohen Produktqualität und Flexibilität vor allem durch eine extrem hohe Packungsdichte aus.
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Es handelt sich um die einzige Lösung eines hochkonzentrierenden Anschlussknoten, mit dem die Umsetzung von V5.1 auf V5.2 realisiert ist.
Folgende Dienste sind realisierbar:
- a/b
- ISDN
- Datenfestverbindungen (Standleitungen 2
Mbit/s)
Plugin Units
Datenfestverbindungen innerhalb eines
Versorgungsgebietes müssen nicht über die Transportebene zur Zentrale und
zurück geführt werden. Die Schaltung dieser Verbindungen erfolgt über den
internen Cross-Connector im jeweiligen EKSOS Knoten.
Der EKSOS Cross-Connector ist in der Lage,
- n x 2 Mbit/s,
- n x 64 kbit/s und
- n x 16 kbit/s
blockierungsfrei zu schalten.
Hierdurch wird ebenfalls die Belegung unnötiger Übertragungskapazität im Transportnetz vermieden.
Durch die vorgezogene V5.2-Terminierung besteht zu dem der Vorteil, dass aus jedem beliebigen Knoten des Backbones zu weiteren SDH- oder Switch Standorten (z. B. eines externen Carriers) verzweigt werden kann.
Produkt – Highlights:
- Nokia ist einer der V5.x Pioniere und ein führender Hersteller auf diesem Sektor.
- Ein EKSOS N20 System wächst mit den Anforderungen des Netzbetreibers
- Remote Software Download
- Service Upgrades
- Leitungstest
- Hochkonzentrierender Anschlussknoten und daher äußerst platzsparend
- Frontverkabelung
- Einfache und kosteneffektive Installation
19'' / ETSI Rack
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Outdoor Cabinett


